Fünf Jahre GGL: Nationale Aufsicht für Online-Glücksspiel fest etabliert
Freya Schmid · Sep 27, 2026

Fünf Jahre GGL: Nationale Aufsicht für Online-Glücksspiel fest etabliert

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat ihr fünfjähriges Bestehen mit einem umfassenden Rückblick gefeiert und dabei die Fortschritte bei der Schaffung einer bundesweiten Kontrolle für Online-Glücksspiele hervorgehoben, während die Behörde zugleich 129 lizenzierte Betreiber und Vermittler überwacht, die insgesamt 229 genehmigte Websites betreiben, und im Jahr 2025 mehr als 600 Aufsichtsmaßnahmen durchgeführt hat.
Die Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Durchsetzungsaktivitäten, denn die Verfahren zur Untersagung illegaler Angebote sind von 68 Fällen im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 gestiegen, was dazu geführt hat, dass bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Seiten unzugänglich gemacht wurden, und die GGL fordert bei der anstehenden Evaluierung des GlüStV 2021 eine schnellere Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen Geschäftsmodellen, Technologien und illegalen Angeboten.
Aufbau der bundesweiten Kontrollstruktur
Seit ihrer Gründung hat die GGL schrittweise die Verantwortung für die Lizenzierung und Überwachung von Online-Glücksspielangeboten übernommen, wobei die Behörde als zentrale Stelle fungiert und dabei sowohl Betreiber als auch Vermittler in den Blick nimmt, während die Zahl der beaufsichtigten Websites kontinuierlich wächst und im laufenden Jahr 2025 bereits 229 autorisierte Plattformen umfasst.
Die Aufsichtsmaßnahmen umfassen neben der Prüfung von Lizenzanträgen auch regelmäßige Kontrollen, und im vergangenen Jahr wurden über 600 solcher Prüfungen abgeschlossen, die sowohl technische als auch organisatorische Aspekte der lizenzierten Anbieter betreffen und damit die Einhaltung der Vorgaben des GlüStV 2021 sicherstellen sollen.
Steigende Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegale Angebote
Parallel zur Ausweitung der legalen Angebote hat die GGL ihre Aktivitäten gegen nicht autorisierte Plattformen deutlich intensiviert, denn die Anzahl der eingeleiteten Verbotsverfahren ist von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 angestiegen, und diese Entwicklung hat bis Ende 2025 dazu geführt, dass 1843 illegale Websites blockiert oder anderweitig unzugänglich gemacht wurden.
Die Behörde nutzt dabei verschiedene Instrumente der Durchsetzung, darunter Netzsperren und Kooperationen mit Internetdienstanbietern, während die steigenden Fallzahlen auf eine verbesserte Erkennung und schnellere Reaktion auf neue illegale Angebote hinweisen, die oft über wechselnde Domains oder technische Umgehungsmethoden operieren.

Forderung nach flexibleren Regelungen im GlüStV 2021
Im Rahmen des Jubiläumsrückblicks hat die GGL darauf hingewiesen, dass die anstehende Evaluierung des GlüStV 2021 genutzt werden sollte, um die Reaktionsfähigkeit der Regulierung zu verbessern, denn neue Geschäftsmodelle, technologische Entwicklungen und veränderte Formen des illegalen Glücksspiels erfordern nach Ansicht der Behörde eine raschere Anpassung der bestehenden Vorgaben.
Die Behörde betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, bestehende Verfahren zu straffen, damit auf aktuelle Entwicklungen zeitnah reagiert werden kann, und verweist dabei auf die Erfahrungen der letzten fünf Jahre, in denen die Aufsicht schrittweise ausgebaut und die Zahl der lizenzierten Anbieter auf 129 Betreiber und Vermittler erhöht wurde.
Ausblick auf die weitere Entwicklung der Aufsicht
Die GGL plant, die gewonnenen Erkenntnisse aus den vergangenen Jahren in die anstehende Überprüfung des GlüStV 2021 einzubringen, wobei die Behörde auf eine engere Abstimmung mit den Ländern und eine effizientere Umsetzung von Maßnahmen gegen illegale Angebote abzielt, während gleichzeitig die Überwachung der bereits lizenzierten 229 Websites weiter ausgebaut werden soll.
Die aktuellen Zahlen zu den mehr als 600 Aufsichtsmaßnahmen im Jahr 2025 und dem Anstieg der Verbotsverfahren auf 287 zeigen, dass die Behörde ihre Kapazitäten kontinuierlich erweitert hat, und die Verantwortlichen sehen in einer flexibleren Gesetzgebung eine Voraussetzung dafür, dass diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden kann.
Schlussfolgerung
Die fünfjährige Bilanz der GGL dokumentiert den Aufbau einer bundesweiten Aufsichtsstruktur für Online-Glücksspiel, die inzwischen 129 lizenzierte Betreiber und Vermittler sowie 229 autorisierte Websites umfasst, und die im Jahr 2025 über 600 Kontrollen durchgeführt sowie 287 Verbotsverfahren eingeleitet hat, wodurch bis Ende des Jahres 1843 illegale Seiten unzugänglich gemacht wurden. Die Behörde verweist in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit einer zügigeren Anpassung des GlüStV 2021, um auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen Seite der GGL.